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Adjektiv-Deklination
Mark Twain: "Wenn einem Deutschen ein Adjektiv in die Finger fällt, dekliniert und dekliniert und dekliniert er es, bis aller gesunde Menschenverstand herausdekliniert ist. [ ] Man möchte in Deutschland lieber ohne Freunde auskommen, als sich ihretwegen all diese Mühe zu machen. Ich habe gezeigt, was es für eine Plage ist, einen guten (männlichen) Freund zu deklinieren; na, das ist nur ein Drittel der Arbeit, denn man muss eine Vielzahl neuer Verdrehungen und Adjektive lernen, wenn das Objekt weiblich [ ] oder sächlich ist .
Nun gibt es in dieser Sprache mehr Adjektive als schwarze Katzen in der Schweiz, und sie müssen alle sehr sorgfältig dekliniert werden. [ ] Schwierig? mühsam? diese Worte können es gar nicht beschreiben. Ich habe einen Studenten aus Kalifornien in Heidelberg in einem seiner ruhigsten Augenblicke sagen hören, er würde lieber zwei Schnäpse ablehnen als ein deutsches Adjektiv zu deklinieren." (Die schreckliche deutsche Sprache in: Bummel durch Europa, Frankfurt a. M. 1985, S. 527-545)
Und nun geht's los!
Attributive Adjektive stehen vor dem Wort, das sie beschreiben, und haben Endungen. Abhängig davon, was sich unmittelbar davor befindet der bestimmte Artikel, der unbestimmte Artikel, nichts wählt das Adjektiv in seiner Deklination drei verschiedene Kategorien von Endungen: schwache, gemischte oder starke.
| Schwache
Deklination nach:
der, die, das dieser, diese, dieses jeder, jede, jedes jener, jene, jenes alle, beide derjenige, diejenige, dasjenige welcher, welche, welches
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SINGULAR N der fliegende Holländer die lustige Witwe das Brandenburgische KonzertA den fliegenden Holländer die lustige Witwe das Brandenburgische KonzertD dem fliegenden Holländer der lustigen Witwe dem Brandenburgischen KonzertG des fliegenden Holländers der lustigen Witwe des Brandenburgischen Konzerts
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PLURAL N die komischen Opern A die komischen Opern D den komischen Opern G der komischen Opern |
| Gemischte Deklination nach: ein, eine,
ein und kein, keine, kein
so ein, solch ein, irgendein, manch ein, was für ein
mein, dein, sein, ihr etc. |
SINGULAR N ein tibetanischer Mönch eine sinnliche Kubanerin ein sächsisches Schloss A einen tibetanischen Mönch eine sinnliche Kubanerin ein sächsisches Schloss D einem tibetanischen Mönch einer sinnlichen Kubanerin einem sächsischen Schloss G eines tibetanischen Mönchs einer sinnlichen Kubanerin eines sächsischen Schlosses
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PLURAL N finnische Nächte/ keine sibirischen Steppen A finnische Nächte/ keine sibirischen Steppen D finnischen Nächten/ keinen sibirischen Steppen G finnischer Nächte / keiner sibirischen Steppen |
| Starke
Deklination nach:
manch, solch, viel, welch
einige, ein paar, einzelne, etliche, |
N friesisch er Tee bayrische Weißwurst hanseatisches GebäckA friesisch en Tee bayrische Weißwurst hanseatisches GebäckD friesisch em Tee bayrischer Weißwurst hanseatischem GebäckG friesisch en Tees bayrischer Weißwurst hanseatischen Gebäcks
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N rheinische Rotweine A rheinische Rotweine D rheinischen Rotweinen G rheinisch er Rotweine
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